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Yogagen Ernährung Genuss

„Sündigen erlaubt“

Seit dem ich als Ernährungstrainerin arbeite und mich tagtäglich mit der sogenannten „gesunden“ Ernährung beschäftige, ist mir folgendes aufgefallen. Inzwischen verwenden wir mehr Energie auf die Diskussion von Ernährungsproblemen und den resultierenden Gesundheitsgefahren oder mit der Abwendung von Gefahren, denen wir beim Essen ausgesetzt sind bzw. andere Lebewesen dadurch aussetzen, als für leidenschaftliches Kochen und Backen und dem Genuss von Essen.

„Essen bereitet Lust, Genuss und Freude!“ Und außerdem: „Kleine Sünden machen das Leben doch erst so richtig schön!“

Das soll natürlich nicht heißen, dass der Anreiz und das Ziel, sich gesund zu ernähren, und die bewusste Auswahl unserer Lebensmittel hinsichtlich Qualität, Herkunft, ökologischer und ethischer Kriterien nicht wichtig ist. Im Gegenteil für mich selbst und auch in der Arbeit mit meinen Kunden spielen biologische, saisonale und regionale Lebensmittel, die Reduktion von tierischen Fetten und Zucker sowie eine erhöhte Aufnahme von guten Fetten eine sehr große Rolle.

Vielmehr geht es mir darum, dass wir nicht übertreiben und von einer bestimmten Ernährungsform besessen werden!

Wenn wir alles was wir zu uns nehmen nur mehr auf den Gesundheitswert, der Auswirkung auf unsere Figur, dem Tierschutz und der Ökologie beurteilen und ein leckeres Stück Kuchen verschmähen, weil … zu viel Zucker, zu viel Fett, tierische Inhaltsstoffe …, dann bringen wir uns selbst um den Genuss und verderben den Menschen, die aus Herzenslust für andere kochen und backen, die Freude am Leben.

Fazit: Gesundheit, Ethik und Genuss schließen sich nicht gegenseitig aus. Ausschlaggebend ist ein entspannter Umgang mit Essen und nichts zu übertreiben!

 

Foto: unsplash.com

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