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Dharma: Kosmisch und weltlich zugleich

In allen indischen Religionen kommt Dharma als umfassender Begriff vor, der  von den Religionen in verschiedener Bedeutung gebraucht wird. Kern von Dharma ist das (ge)rechte Handeln nach Gesetz und Ethik, oft sind damit auch religiöse Verpflichtungen verbunden.

Dharma beinhaltet Gesetz, Recht und Sitte sowie ethische und religiöse Verpflichtungen. Am wirkmächtigsten ist Dharma im Hinduismus verankert und bestimmt das Leben eines Hindu in vielerlei Hinsicht. Der Dharma bestimmt persönliche Gewohnheiten, soziale und familiäre Bindungen, Fasten und Feste, religiöse Rituale.

Dharma als Pflicht und Chance zur persönlichen Entwicklung
Für Hindus gilt es als Voraussetzung für soziales Wohlergehen, das Dharma zu erfüllen – aber auch für eine gute persönliche Entwicklung, die das Karma beeinflusst.

Grob unterscheidet man einerseits die kosmische, andererseits die menschliche Ordnung, wobei diese beiden Konstrukte ineinander übergehen. Dem Dharma zufolge ist jedes Wesen des Universums an den Pflichten zu erkennen, die es erfüllen muss. Elefanten haben andere Pflichten als Pferde, Bäume eine andere Funktion als Gräser, Menschen wiederum andere Aufgaben als Blumen, Bienen oder Bären.

Santana-Dharma als kosmische Ordnung
Der ewige, unveränderliche Dharma (Sanatana-Dharma) bezeichnet die kosmische Ordnung, die das gesamte Universum erhält. Dazu gehören sowohl die Naturgesetze als auch die Weisheiten der Veden, der wichtigsten „Heiligen Schriften“ der Hindus. Nicht nur Menschen unterliegen dem Sanatana-Dharma, auch Tiere und sogar Pflanzen sowie das gesamte Universum. Nach Auffassung der Gläubigen geht Dharma aus dem Brahman – dem Absoluten – hervor.
Sanatana-Dharma, „ewige Ordnung“, ist auch die Eigenbezeichnung der Hindus für ihre Religion.

Dharma als Ordnung der Gesellschaft
Auf menschlicher Ebene ist Dharma die Ordnung der Gesellschaft, die wiederum verschiedene Aspekte beinhaltet; die hinduistische Tradition unterscheidet drei Verpflichtungen:

  • gegenüber Göttern, von denen die Menschen alles bekommen
    Dharma wird z.B. durch Gebete und Verehrung erfüllt
  • gegenüber den Rishis und den Gurus
    Dharma wird  z.B. durch Studium der Schriften erfüllt
  • gegenüber den Vorfahren
    Dharma wird z.B. durch das Aufziehen von Nachkommen erfüllt 

Quelle: Wikipedia

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