Laden
Yogagen Achtsamkeit Seerose

Achtsamkeit: Think pink …or nothing!

Anfangs dachte ich ja, dass Achtsamkeit und Aufmerksamkeit ziemlich gleich bedeutend wären. Bis ich durch die Schule des Yoga ging… und dabei erfuhr, was Achtsamkeit alles (sein) kann.

Zuerst zur Aufmerksamkeit. Auch sie ist zugegebenermaßen nicht immer einfach zu geben, schenken, sie ist sprunghaft. Auch wenn man um ungeteilte Aufmerksamkeit bittet, volle Aufmerksamkeit ist nur mit viel Konzentration zu halten. Immer wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf etwas lenken, nehmen wir mehr auf und können uns Details besser merken. Lieben Menschen oder angenehmen Tätigkeiten schenken wir gerne unsere ganze Aufmerksamkeit, wenn wir Routine-Tätigkeiten durchführen gelingt uns dies meist mit wenig Aufmerksamkeit.

Yogagen Achtsamkeit SeeroseWeshalb es so wertvoll ist, sie zu kultivieren 

Wir haben gelernt, dass es gut ist, unseren Geist von wiederkehrenden Dingen zu „entlasten“, damit wir für neue Reize und Informationen aufnahmefähig sind. Natürlich ist diese evolutionäre Fähigkeit Gold wert, wenn wir schnell reagieren müssen. Jedoch ist die Gefahr in unserer heutigen, reizüberfluteten Welt sehr groß, die eigene Wahrnehmung auf zu viele verschiedene Bereiche zu lenken, die unsere Aufmerksamkeit erfordern. Daher wird Konzentration (auf das Wesentliche) immer schwieriger; immer öfter sind Überlastung und Stress-Symptome von Erschöpfung bis zur Depression die Folge.

Der Weg der Achtsamkeit (Sati)

Ganz egal ob man sich Aufmerksamkeits- oder Achtsamkeit-Übungen widmet, wichtig ist dabei, den Blick von außen nach innen zu richten. Diesen Schritt haben in meinem Fall Yoga-Übungen bewirkt – wahrscheinlich kein seltener Fall in der westlichen Welt vom körperlichen Außen „ins Innere“ zu gelangen.

Alles, was den Blick nach innen lenkt – nach meiner Erfahrung mit dem Atem als wichtigstem, weil in jeder Situation konstant verfügbarem und kraftvollem Mittel – hilft uns, uns zu zentrieren. Es ist egal, ob Sie dabei die Augen offen halten oder schließen, Ihr drittes Auge bzw. die Region in der Stirn dahinter visualisieren, Ihrem Atemfluss durch den Körper folgen – Sie können eigentlich nichts falsch machen. Und ja: Sie haben recht, wenn Sie das an Meditation erinnert. Denn Achtsamkeitsübungen haben gemeinsam, dass ihnen die Kraft innewohnt, uns in einen meditativen Zustand zu versetzen. Wie schon im Zen propagiert wird: Sich auf eine Tätigkeit zu konzentrieren und sich dieser Tätigkeit mit vollem Engagement zu widmen – sei es Zähne putzen, Geschirr waschen, duschen oder lesen – ist der Schlüssel zum Leben im Hier und Jetzt.

Warum uns Achtsamkeitsübungen ruhig/er machen, hat einen ganz einfachen Grund: Sie beruhigen den Geist. Womit wir wieder beim Yoga-Weg mit allen Facetten – bis zur Meditation – angelangt sind.

Achtsam handeln: Wissen was man macht, während man es macht 
Ein achtsames Bewusstsein üben und kultivieren wir in Übungssituationen wie auf der Yoga-Matte, bei täglichen Ritualen oder der Meditation. Unser Ziel ist diese Achtsamkeit so weit wie möglich in den Alltag mitzunehmen: Präsent zu sein, offen und wahrnehmungsfähig zu bleiben für alles, was in mir und rund um mich herum geschieht. Um im Hier und Jetzt zu leben – und zu wissen, was man macht.

Mehr über die Bedeutung von Satipatthana – den Weg der Achtsamkeit – im Buddhismus teile ich im nächsten Beitrag (Warum der Weg der Achtsamkeit im Buddhismus zentral ist.)

Über einen ruhigen Geist durch Yoga werden wir in den kommenden Monaten noch viel erzählen – freut euch darauf! So viel sei verraten: Es geht dabei darum, Achtsamkeit im Alltag zu leben; zum Beispiel durch achtsames Essen, aber auch achtsames Sprechen uvm.
Denn Yoga, Achtsamkeit und ein ruhiger Geist ermöglichen uns ein Leben im Hier und Jetzt – und das macht glücklich 🙂

 

 

 

 

Eine Antwort schreiben